IDE 002: DROMOMANE, Abaton (LP) 



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black vinyl - 9 tracks - lim. ed. 313, hand-numbered

A1- Crabe Tambour
A2- Sormiou
A3- Ressac
A4- Interlude I
A5- Soleil Mouvant
B1- Abaton
B2- Mola Mola
B3- Interlude II
B4- Morgiou

After three albums under his own name (the latest of which, "Rosegger", was released on (T)reue um (T)reue a couple of years ago), and several collaborative projects as the driving force behind DUHKHA and HELAAS, Benjamin Bex reveals his new avatar: DROMOMANE. With "Abaton", he delivers a singular and intimate album, inspired both by his urban experiences in Berlin, and his mediteerranean life in Marseille. Gnawing electronic drones rub shoulders with delicate arrangements of guitar arpeggios and synth loops, carrying a passionate, at times almost extatic voice. Grégory Lelay contributed field recordings from his sojourn in the Azores, as well as the stunning artwork.


DISTRIBUTED BY (T)REUE UM (T)REUE 
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IDE 001: DUHKHA, Mariyammal (LP)
 
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black vinyl - 5 tracks - lim. ed. 314, hand-numbered

A1- Mariyammal
A2- Whidama
A3- Teufelssee
B1- Dans la Nuit et l'Oubli
B2- De la Lumière et de la Mémoire

Mariyammal is the first release by DUHKHA, a new collaborative project created and curated by Benjamin Bex. For this first opus, Bex recorded the mechanical sound machines of Pierre Gordeeff and the cello improvisations of Nathalie Ponneau, Camilla Sørensen and Greta Christensen contributed a soundtrack from their turntablism project Vinyl -terror & -horror and Yvan Volochine shared some real-time audio synthesis. Bex reworked and assembled those patiently collected sound pieces into a highly atmospheric puzzle, adding acoustic guitar, piano strings and his unmistakable voice.


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DUHKHA - Mariyammal from Tzii




PRESS: 

Rorschachtest zum Hören
Ein geheimnisvolles, sich ins Bewusstsein schleichendes Album, bei dem man unweigerlich jeden Stift oder jedes Smartphone beiseite legt, um sich ganz auf die Musik zu konzentrieren. Der zwischen Berlin und Marseille pendelnde Franzose BENJAMIN BEX ist uns schon öfter begegnet. Mit Veröffentlichungen unter seinem eigenen Namen auf TREUE UM TREUE / REUE UM REUE oder mit seinem Projekt DUHKHA (Besprechung). Schön arrangierte und verwobene Klanglandschaften sind wir von ihm gewohnt, aber sein bisher bemerkenswertestes Album ist unter einem neuen Moniker erschienen, und deshalb von mir bislang nicht entdeckt worden. Ein Versäumnis, das ich nun hiermit nachhole. Als DROMOMANE tritt BENJAMIN nun auf, wobei 'Dromomanie' (französisch) oder 'Poriomanie' (deutsch) in der Psychologie das ziellose Herumirren oder dranghafte Weglaufen bezeichnet, ein 'Dromomane' wohl also ein unter solchen Symptomen leidender Mensch ist. Das verhuschte, verletzliche Wesen von "Abaton" passt jedenfalls zu dieser Spekulation. Der knisternde Loop zum Einstieg bewegt sich asynchron zur melancholischen Folk-Gitarre, befiehlt Aufmerksamkeit, die spätestens mit dem Einsetzen der androgynen, hohen Stimme gesichert ist. Sie singt Trauer und Hoffnungslosigkeit, eine im wahrsten Sinne des Wortes angekratzte Stimmung - durch das ständig schabende Geräusch. Sehr unwirklich, surrealistisch, ein Spaziergang mit ANTONY, BABY DEE oder COCO ROSIE im Noise- und Drone-Vergnügungspark. Auch der zähe Akkordeon-Loop im nächsten Stück, verbunden mit Meeresrauschen, wirkt extrem (alp)traumhaft, die Falsettstimme zittert und klagt. Die Vocals, die unwirkliche Stimme (die auch was von DAVID TIBET hat, in seinen durchgedrehten CURRENT 93-Zeiten), ist das zentrale Element des Albums, auch wenn sie nicht immer auftaucht. Oder teils von akustischen Instrumenten (Gitarre, Akkorden), teils von schweren, rauschenden und schabenden Klängen umweht wird. Der Opener der zweiten LP-Seite wirkt noch sakraler, noch predigender, zur improvisierten Gitarre fallen Stein vom Himmel, ein apokalyptisches Gebet, bei dem es zum Weglaufen längst zu spät ist. Gegen Ende darf auch mal eine Black Metal-Gitarre ran, und Enten schnattern wild durcheinander; die Field Recordings stammen übrigens vom befreundeten Fotografen GRÉGORY LELAY, der einige Sounds für "Abaton" von den Azoren mitgebracht hat. Eigenständig und seltam, aber vor allem seltsam schön. Wie ein Bild aus einem Rorschachtest lädt das Album zum Interpretieren, zum Suchen nach geheimnissvollen, versteckten Botschaften - zum Beispiel in den diversen Rückwärtsloops - ein. Zwischen Field Recordings, Ambient, Folk und Experiment hinterlässt "Abaton" bleibenden Eindruck.
Michael We. für nonpop.de


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Hard Art magazine


New exciting sounds

For the adventurous listeners out there recently two absolute stunning records came out… and the funny thing is neither of these amazing pieces of music were composed… and I am not a big fan of improvisational music most of the time… this as it often lacks a real narrative in my opinion… or maybe I just listen to the wrong improvisational music?
Anyway the Duhkha debut LP “Mariyammal” is not a real piece of improvisation music… the description on the website of the new label label Idéoblaste which released the record states that the project was created and curated by Benjamin Bex… I hope you remember his excellent album "Rosegger"… but… curated… that is an interesting approach to create music… and one I can totally understand… as I think about the work for my label also as being that one of a curator… especially for the compilation albums…
Benjamin Bex has for the Duhkha project recorded mechanical sound machines (by an artist called Pierre Cordeeff) and cello improvisations (by musician Nathalie Ponneau). Next to that two turntablism artists contributed a soundscape and another musician shared some real time audio synthesis… Bex then assembled and reworked all of this and added acoustic guitar, piano and vocals…
This sounds all very artistic and it is… but often these kind of pretentious projects end with music most people do not understand and/or cannot enjoy at all… and that is maybe the best part about this record… as the result is simply mind blowing music!
I am sure you can imagine it is hard to describe the exact sound and all of this record… but think of  a mix of (60’s) modern classical music and the weird post-industrial pop tunes of Europ Europ… it is not only the voice of Bex which reminds me of Europ Europ… it is also the scratching sounds and dissonant elements… the mechanical part is evident as you feel like the music could be operated by one big weird old machine (Intonarumori?) which is hand controlled by some sort of steering wheel… and this is why it also reminds me at times of the music created with a bicycle by Good Cop / Naughty Cop…
This album is a true experience… music you need to listen to with attention… music which demands you to listen to with attention…
Revolutions per day


Ambient-Puzzle

Vor vier Jahren veröffentlichte der in Berlin lebende Franzose BENJAMIN BEX mit "Rosegger" ein Album auf TREUE UM TREUE / REUE UM REUE. Für seine neue Projektarbeit, zusammen mit befreundeten Musikern als DUHKHA auf IDEOBLASTE erschienen, übernimmt das Label zwar 'nur' den Vertrieb. "Mariyammal" klingt aber so stark nach der mysteriösen Ambientwelt von TUT / RUR, dass das Album perfekt in die Labelwelt gepasst hätte. (Wer mit der entsprechenden Musik vertraut ist, kann sich den Rest des Artikels theoretisch sparen und blind zugreifen.)
Für mich stellt sich die Arbeit von DUHKHA wie ein großes, schönes Puzzle dar, mit BENJAMIN BEX als Chef am Tisch. Er hat sich von befreundeten Musikern Klänge, Töne, improvisierte Tonfolgen, Geräusche et cetera einspielen lassen und diese auf sehr kunstvolle, magische Weise zusammengebaut. Ergänzt durch eigene Beiträge, insbesondere durch bemerkenswerte Gesangsparts. PIERRE GORDEEFF zum Beispiel hat Aufnahmen seiner verrückten Maschinen beigesteuert. Das Turntablism-Projekt VINYL -TERROR & -HORROR lieferte einige Klanglandschaften. Andere Freunde spielten Cello-Improvisationen oder Echtzeit-Soundbasteleien ein. Der ganze Prozess, inklusive des Verwebens der Bestandteile, dauerte rund zwei Jahre.

Das ansteigende, dröhnende Rauschen im Opener "Mariyammal" (A1) lässt sich viel Zeit, bevor sich Streicher mit sirenenartigen Sounds einmischen. Eine eigenartige und recht bedrohliche Atmosphäre, die plötzlich umschwingt: Als würden Wolken weggeblasen, taucht der Gesang auf. Verletzlich, hoch, fast Falsett, und dazu ein Kratzen – als ob die Singstimme gleich wieder weggewischt werden sollte. Weitere Zutaten: Arienansätze im Hintergrund und improvisierte Streichertöne. Sehr filmisch und sehr, sehr intensiv. In "Whidama" (A2) stammen die ersten Töne zwar von einer Akustikgitarre (nicht von Streichern), ansonsten bleibt vieles gleich. Die knarzenden, fordernden Sounds, der hohe Gesang (kurze Momente lang erinnert er mich an DAVID TIBET), und später quietscht auch das Cello wieder, zu- und abnehmend. "Teufelssee" (A3) bleibt instrumental, mit bearbeitetem Piano und einem Potpourri aus bisherigen Klängen, etwas enervierend mutet dabei das heftige Vinylknacken an.
Die B-Seite startet ("Dans La Nuit Et L'Oubli", B1) mit Gitarrendrones, dem Klirren von Münzen und extrem hingebungsvollem, mystischem und beschwörendem Gesang. Durch längere Instrumentalparts, repetitive Geräusche mit Streicherimprovisation und später wieder dem verrückt machenden Plattenknistern und -knacken ist das Stück zerhackter, collagenartiger als die Tracks auf der ersten Seite. In "De La Lumière Et De La Mémoire" (B2) übt ein ganzes Orchester, mit fanfarenartigen, sägenden Tönen im Vordergrund. Der Gesang: noch höher, lyrisch und manisch, dagegen geschnitten sind ängstliche, fliehende Frauengeräusche und schräge Engelschöre.

"Mariyammal" ist ein organisches, handfestes Werk zum Anfassen. Gleichzeitig scheint es mir durchzogen von Vergangenem, Morbidem und erinnert phasenweise an unsaubere, entfernte Schellackaufnahmen. Erstaunlich, dass sich die ungeheure Vielfalt stets zu dieser ganz besonderen, kränklichen, geheimnisvollen Stimmung mischt. Sorgfältig geschichtete Ambientmusik, bei der vor allem die Stimme – im Vergleich zu vielen sonstigen Basteleien auf dem Markt – den Unterschied macht. Achtung Sogwirkung.
Michael We. für nonpop.de


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Hard Art magazine





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